Kap Arkona- die gemütliche Variante

Einer unserer letzten Sonntagsausflüge führte uns auf die größte Insel Deutschlands. Genauer gesagt ging es an den fast nördlichsten Punkt. Ideen?

Ganze 43 Meter misst die Steilküste, welche sich auf der Halbinsel Wittow befindet und zur Gemeinde Putgarten gehört. Neben den üblichen Souvenirläden, Restaurants und dem traditionellen Süßigkeitenstand befinden sich dort unübersehbar zwei Leuchttürme und ein Peilturm.

Kurz vor Putgarten findet man einen großen Parkplatz, auf dem alle Fahrzeuge abgestellt werden müssen – leider nicht ganz kostenfrei, aber jeder findet dort ein Plätzchen.
Von hier aus hat man nun die Wahl, wie es die nächsten 2 Kilometer zum Kap weiter gehen soll: zu Fuß, bequem per Kap-Arkona-Bahn oder sogar mit der Pferdekutsche. Fahrräder sind natürlich auch erlaubt.

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Am Vormittag noch motiviert entschieden wir uns für den Spaziergang, welcher auch für die Untrainierten unter uns locker machbar ist – versprochen! 🙂
Nach einer halben Stunde Fußmarsch steht man schon beinahe bei den Leuchttürmen und hat hier auch die Möglichkeit, sie zu erklimmen. 4 Taler, 175 Stufen. Statt diese Hürde zu nehmen, beschlossen wir, den Weg zum Peilturm fortzuführen, welcher „nur“ 111 Stufen hat und auch noch einen direkten Blick auf die Ostsee und bei klarem Wetter sogar bis zur dänischen Insel Mon bietet. Auf dem Weg zur Aussichtsplattform findet man auf jeder liebevoll eingerichteten Etage beim Stöbern zwischen Kleidung, Spielzeug und Bernsteinschmuck auch etwas Zeit zum Verschnauben, das macht den Aufstieg nur noch halb so lang.

Oben angekommen hieß es vorallem: Aussicht genießen! Natürlich durfte das obgligatorische Selfie nicht fehlen, kann hier aber aus ästhetischen Gründen leider nicht veröffentlicht werden. 😛

Kap Arkona- Ostsee- Aussicht

Vom Peilturm ging es weiter Richtung Veilchentreppe, welche mit 113 ungleichmäßigen (aua mein Knie) Stufen fast 40 Meter Steilküste überwindet. Hat man diese Treppe geschafft, ist der restliche Weg ein Klacks! Während man zwischen Steilküste und Meer Richtung Fischerdorf Vitt spaziert, lohnt es sich immer den Blick etwas schweifen zu lassen und Ausschau nach Bernsteinen und Donnerkeilen zu halten.
In Vitt angekommen sammeln sich die Touristen und Wanderer und kommen bei Fischbrötchen und Pils zu neuen Kräften, beides gibt es hier im Übermaß.

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Geht man frisch gestärkt nun langsam wieder Richtung Parkplatz kommt man unweigerlich am Rügenhof entlang, welcher zum nächsten Zwischenstopp einlädt. Hier befinden sich neben kleinen Cafés etliche Werkstätten und Läden, in denen man das traditionelle Handwerk begutachten und erleben kann; allerdings auch jede Menge Kitsch, bei dem man sich fragt, wer sowas heute noch kauft.
Ein großes Manko stellte für uns die sehr ungepflegte Toilette dar, trotz 50 Cent Einnahmen pro Gast.
Abgeschreckt vom Kerzendurft und getrieben vom knurrenden Magen ging es für uns weiter nach Sassnitz ins Portofino zum Pizza essen und dann auf den Heimweg.

Eine Freundin sagte mal, nur für einen Tagesausflug würde sie nicht bis nach Rügen fahren. Für uns hat sich der Sonntag sehr gelohnt und wir können die kleine Reise durchaus empfehlen. 🙂

Und weil die Insel Rügen noch einiges mehr zu bieten hat, geht es für uns als nächstes zum Baumwipfelpfad in Prora.

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